
roots, ruins & memory
die Unwahrscheinlichkeiten (m)einer Existenz
roots ruins & memory
Das visuelle Essay roots ruins and memory ist eine photographische Serie. Die ersten Bilder entstanden bei einer Recherchefahrt in die Republik Moldau und die Republik Transnistrien (PMR). Gezeigt werden hier Aufnahmen durch den Blick einer jüdisch-postsowjetischen in Deutschland integrierten Künstlerin, welche selber in der Republik Moldau geboren und bis zu ihrem 6. Lebensjahr aufgewachsen ist. Zwischen sowjetischen Hinterlassenschaften und Ruinen jüdischer Friedhöfe sehen wir weitere Einblicke in ein sonst vergessenes Land, welches nach dem Zerfall der Sowjetunion stark von Wirtschaftsarmut betroffen war.
Zaitev fotografiert an alten jüdischen Mahnmalen (die teilweise noch in der Sowjet-Zeit entstanden sind) sowie an Gedenksteinen und Transit-Orten, wo ehemalige Verbrechen, wie Massenerschießungen oder Deportationen unter anderem an jüdischen Personen durchgeführt wurden.
Mit ihrer Rückkehr stellt die Künstlerin einen Bezug zwischen ihrer Mehrfachzugehörigkeit und alle ihren Fragen rund um ihre Identität, sowie den Bezug zu ihrer Familiengeschichte her. Teile ihrer jüdischen Verwandtschaft lebten und starben vor, während und nach dem 2. Weltkrieg in dem jetzigen Gebiet der Republik Moldau oder angrenzenden Gebieten der jetzigen Ukraine. Nur ihrer Urgroßmutter ist die Flucht gelungen, die nach dem Krieg mit ihrer Tochter und ihrem Sohn an der Hand in die Ruinen der Stadt Chişinău zurückgekehrt ist. Die analogen Photographien sind der Beginn einer Serie, die zukünftig weitergeführt werden soll und zeigen die Suche der Künstlerin nach einer eigenen nicht weitergegebenen Familiengeschichte, einer Rückkehr und einem Verorten im Jetzt.























